Differences between revisions 13 and 14
Revision 13 as of 2009-04-21 11:35:35
Size: 8831
Editor: anonymous
Comment:
Revision 14 as of 2009-04-21 11:40:39
Size: 14215
Editor: anonymous
Comment:
Deletions are marked like this. Additions are marked like this.
Line 4: Line 4:

attachment:ZIM_Stand_20.03.2009.rtf
attachment:AnlageC1-ptsozun.doc
attachment:AnlageC2-ptsozun.doc
attachment:AnlageC3-ptsozun.doc
attachment:ZIM_Stand_20.03.2009.rtf attachment:AnlageC1-ptsozun.doc attachment:AnlageC2-ptsozun.doc attachment:AnlageC3-ptsozun.doc
Line 11: Line 7:
Line 13: Line 8:
Line 16: Line 10:
Line 18: Line 13:
 * darauf achten, dass bei dieser Methode Beispiellebensläufe nicht indvidualisiert werden, sondern ihre Funktion, die sie in der Gesellschaft einnehmen strukturell bedingt ist. Es geht hier nicht um Einzelbeispiele, sondern um Menschengruppen, die in der kapitalistischen Struktur handeln    * darauf achten, dass bei dieser Methode Beispiellebensläufe nicht indvidualisiert werden, sondern ihre Funktion, die sie in der Gesellschaft einnehmen strukturell bedingt ist. Es geht hier nicht um Einzelbeispiele, sondern um Menschengruppen, die in der kapitalistischen Struktur handeln
Line 25: Line 19:
Line 34: Line 29:
Line 39: Line 33:
Line 42: Line 35:
Line 44: Line 36:
Line 51: Line 42:
Line 53: Line 43:
Line 60: Line 49:
 * insgesamt 270 Minuten    * insgesamt 270 Minuten
Line 64: Line 52:
Line 66: Line 53:

Line 69: Line 54:

 
* Es gibt in unserer Gesellschaft unterschiedliche Lebenschancen. Die TN kennen diese aus ihrem Alltag und Umfeld, aus den Medien, ihrer Familie... Als Einstieg in das Thema 'Soziale Ungleichheit' sammeln wir hier einige Beispiele der TN und wollen ihre Erklärungsansätze für die unterschiedlichen Lebenschancen erfahren. 
 * Es gibt in unserer Gesellschaft unterschiedliche Lebenschancen. Die TN kennen diese aus ihrem Alltag und Umfeld, aus den Medien, ihrer Familie... Als Einstieg in das Thema 'Soziale Ungleichheit' sammeln wir hier einige Beispiele der TN und wollen ihre Erklärungsansätze für die unterschiedlichen Lebenschancen erfahren.
Line 72: Line 56:
aus'm ZIM:    . aus'm ZIM:
Line 86: Line 69:
Line 88: Line 70:
Line 90: Line 71:
  * Vorteil virtuelle Personen: dauert nicht so lang die Schü_ zu finden, die Lust haben mitzumachen, zu personifizieren wird erschwert, gerade wenn die gemalten Personen alle cool aussehen, 
  * gerade auch weil es noch so früh am Tag ist und wir uns noch nicht so gut kennen, ist ein reales Rollenspiel evtl. schwierig zu gestalten, alle sind noch etwas scheu, Schü_ in benachteiligten Rollen verlieren wir für den Tag, da sie sich schlecht fühlen, schlecht behandelt wurden... 
  * Vorteil virtuelle Personen: dauert nicht so lang die Schü_ zu finden, die Lust haben mitzumachen, zu personifizieren wird erschwert, gerade wenn die gemalten Personen alle cool aussehen,
  * gerade auch weil es noch so früh am Tag ist und wir uns noch nicht so gut kennen, ist ein reales Rollenspiel evtl. schwierig zu gestalten, alle sind noch etwas scheu, Schü_ in benachteiligten Rollen verlieren wir für den Tag, da sie sich schlecht fühlen, schlecht behandelt wurden...
Line 95: Line 76:
  * Kategorien: Bildungsmöglichkeiten, Berufschancen, Einkommen Wohnort, Freizeit, Gesundheitsversorgung, Konsumverhalten...dicht dran bei den Schü_ und vielleicht nicht nur hoch und niedrig, sondern auch kann sich frei auswählen, ist in den Wahl- und Gestaltungsmöglichkeiten des Lebens beschränkt oder nicht beschränkt (finanzielle Ressourcen als die Möglichkeit nutzen das Reich der Freiheit gegenüber dem Reich des Notwendigem auszudehnen)    * Kategorien: Bildungsmöglichkeiten, Berufschancen, Einkommen Wohnort, Freizeit, Gesundheitsversorgung, Konsumverhalten...dicht dran bei den Schü_ und vielleicht nicht nur hoch und niedrig, sondern auch kann sich frei auswählen, ist in den Wahl- und Gestaltungsmöglichkeiten des Lebens beschränkt oder nicht beschränkt (finanzielle Ressourcen als die Möglichkeit nutzen das Reich der Freiheit gegenüber dem Reich des Notwendigem auszudehnen)
Line 104: Line 85:
Line 106: Line 86:
  * es muss eine Wertigkeit der unterschiedlichen Kategorien geben, Punkte von 1 bis 10,    * es muss eine Wertigkeit der unterschiedlichen Kategorien geben, Punkte von 1 bis 10,
Line 111: Line 91:
Line 118: Line 97:
 * schön wäre, noch was zu visuelles zu haben, wenn die Aufstellung vorbei ist    * schön wäre, noch was zu visuelles zu haben, wenn die Aufstellung vorbei ist
Line 121: Line 99:
Line 127: Line 104:


Line 138: Line 112:
'''Von Heute'''Einleitung: "Unsere Gesellschaft besteht aus vielen verschiedenen Menschen. Und alle Menschen finden Bedingungen vor, die ihr Leben prägen. Einige ähneln sich und einige unterscheiden sich. Jetzt wollen wir euch mal verschiedene Menschen, die in unserer Gesellschaft leben könnten, vorstellen"

Erklärung: Die Klasse wird in fünf Gruppen eingeteilt und erhält jeweils einen Steckbrief mit der Kategorien-Tabelle. Sie haben dann 7 Minuten Zeit, sich alles gemeinsam durchzulesen und die Tabelle auszufüllen. Dann sind nacheinander die Gruppen dran, ihre Person und die vorgenommene Zuordnung vorzustellen. Dafür kommt jeweils ein Freiwilliger der Gruppe in die Mitte des Klassenraums, liest den Steckbrief vor und stellt sich in den Bereich, in dem sie glauben, wo die beschriebene Person am häufigsten vorkommt. So ergibt sich ein Gesamtbild der Lebensmöglichkeiten der einzelnen Personen.

Steckbriefe:

Zum Beispiel: "Mein Name ist Jessica. Ich komme aus Bayern und gehe in München auf ein Gymnasium. Nach dem Abitur möchte ich Zahnmedizin an der privaten Uni in Witten studieren. Da mein Vater Zahnarzt ist, konnte ich schon viel bei ihm lernen und merken, dass mir der Beruf auch Spaß machen würde. Meine Mutter war zu Hause und konnte mir bei allen Schwierigkeiten in der Schule immer sehr gut helfen, da sie viel Zeit für mich hatte. Zur Zeit gehe ich in die 11. Klasse, es fällt mir nicht schwer gute Noten zu bekommen. Meine Hobbies sind lesen und Akkordeon spielen. Manchmal haben wir auch richtig große Auftritte mit dem Chor. Außerdem spiele ich noch Volleyball im Schulkurs nachmittags. 'Ich glaube, was man erreichen möchte schafft man auch. Dafür muss man sich aber natürlich auch anstrengen.'"

 . "Ich bin Safira und bin 15 Jahre alt. Als ich 3 war sind meine Eltern mit mir aus der Türkei nach Berlin gezogen. Die Sprache habe ich sehr schnell gelernt und konnte dadurch in die normale Schule gehen. Mein Bruder hat es etwas schwerer - er ist schon 23 und spricht immer noch nicht richtig Deutsch, weil er wenig Kontakt zu deutschen Jugendlichen hat. Ich gehe auf die Hauptschule und komme da ganz gut zurecht. Meine Eltern haben beide immer wieder andere Jobs, die sehr anstrengend sind. Dadurch sehen wir uns manchmal lange nicht, weil immer jemand weg ist. Letztens musste mein Vater eine Woche mit einer Baufirma nach Süddeutschland. Leider hat er dafür aber immer noch kein Geld bekommen. Deshalb muss ich auch oft die alten Klamotten meines Bruders tragen, das nervt ganz schön. Aber ich verstehe auch, dass meine Eltern wenig Geld haben, davon müssen sie Essen und Miete bezahlen müssen. Ein richtiges Hobby habe ich nicht - dafür gehe ich gerne mit meiner Freundin durch die Stadt und schauen uns Läden an. Dann träumen wir davon, was wir uns alles mal kaufen werden. Denn nach der Schule möchte ich gerne eine Ausbildung machen, vielleicht Bürokauffrau oder Friseurin - dann verdiene ich mein eigenes Geld."
Kategorien: Bildungsmöglichkeiten (Schule, Abschluss, Uni, Ausbildung..): hoch/mittel/niedrig/frei wählbar/beschränkt wählbar (müsste wahrscheinlich noch erklärt werden, was genau das meint: z.B. hoch: dieser Mensch hat die Möglichkeit auf jede Schule und Uni zu gehen, die er sich wünscht

mittel: die Person kann sich zwar aussuchen welchen Abschluss, aber nur an öffentlichen Schulen, beim Studium staatliche mit geringen bis keinen Gebühren

 . niedrig: kann kaum selber entscheiden, auf welche Schule, kann nicht auf die Uni ... Bildungsmöglichkeit: hoch (frei wählbar) mittel (beschränkt wählbar) niedrig (nicht wählbar)
Einkommen: hoch (ab 2600€) mittel (ab 1500 bis 2600€) niedrig (unter 1500) unter der Armutsgrenze (900€)

Gesundheitsversorgung: gut (privat, alles in Anspruch nehmen können was man möchte und braucht) mittel (Krankenkassen gestützte Versorgung, Praxisgebühr, Medikamente) schlecht (Praxisgebühr ist kaum zahlbar, kaum Medikamente - nur das Mindeste; Gesundheitszustand schwer erhaltbar)

Ernährung: gut (alles leisten können, bio, gemüse, obst, teures Fleisch, vielfältiges Angebot nutzen können, Essen als Genuß (in der Gaststätte essen können) mittel (wird auf Kosten geachtet und ist dadurch nicht immer von guter Qualität, weniger Vielfalt, kaum außerhalb von zu Hause, eher auch mal Dosenessen, Fast Food) niedrig (einseitig und billig, oft von Aldi, Fertigessen, kein Genußessen, keine bewusste gesunde Ernährung)

Freizeit/Konsum: viele Möglichkeiten (kann viel Geld für Freizeit und Konsum ausgegeben werden: Urlaub, neueste technische Sachen, Theater, Kino, Eintrittsgelder, Monatsbeiträge, viele teure Klamotten) mittlere Möglichkeiten (kann sich nicht so viel leisten, ab und zu mal Kino, ab und zu mal Klamotten, aus finanziellen Gründen nur manchmal an offiziellen Kulturveranstaltungen teilnehmen) kaum Möglichkeiten (kein Geld für Freizeitaktivitäten, kein Konsum von Modeartikel, nicht mal ein Ticket für die Öffentlichen Verkehrsmittel um die Stadt zu fahren)

Lebenszufriedenheit-Glück empfinden: hoch (ist vollkommen zufrieden mit Lebenssituation, kann sich Wünsche erfüllen und Glück empfinden) mittel (manchmal zufrieden, aber viele Wünsche, die nicht erfüllt werden können) niedrig (unzufrieden, würde gerne mit anderen Menschen tauschen, denen es besser geht)

Das ist jetzt unser Wiki um die Entwicklung des PTs zu unterstützen

  • wie das Wiki uns als Werkzeug hilft, werden wir im Prozess dann sehen

attachment:ZIM_Stand_20.03.2009.rtf attachment:AnlageC1-ptsozun.doc attachment:AnlageC2-ptsozun.doc attachment:AnlageC3-ptsozun.doc

Treffen 31.Maerz.2009

ZIM

Biografiemodell

unterschiedliche Lebensphasen werden durch kapitalistische Verwertungsprozesse bestimmt

  • Charaktertypen (Arbeiter_in, Produktionsmittelbesitzenden...)bestimmen Lebenslauf
  • verschiedenen Milieus mit unterschiedlichen Lebenschancen
  • darauf achten, dass bei dieser Methode Beispiellebensläufe nicht indvidualisiert werden, sondern ihre Funktion, die sie in der Gesellschaft einnehmen strukturell bedingt ist. Es geht hier nicht um Einzelbeispiele, sondern um Menschengruppen, die in der kapitalistischen Struktur handeln

D

Verständnisfrage zum individuellen/kollektiven Widerstand: erwähnen, dass Widerstand an vielen Punkten des Lebenslaufs möglich ist

E

3h lang, muss noch strukturiert werden

  • Biografiemodell auf TN übertragen, welche Probleme haben TN
  • welche Organisationsformen gibt es um Widerstand zu leisten, historische Beispiele
  • Perspektiven um E-Teil zu entwickeln
    • PT-Verlauf
    • geschichtlich
    • Organizing
    • Hemmnisse und Anforderungen für Widerstand (Möglichkeit für Widerstand)
    • Arbeitswelt (Widerstand in der Arbeitwelt)
    • Lebensweltbezug persönliche Probleme
  • Ziel von E
    • eigene Interessen, Bedürfnisse formulieren lernen
    • Aktionsformen entwicklen um Interessen vorzubringen
    • tolles Gefühl bei gemeinsamen Aktionen erleben
  • der gesamte Teil E wird von allen in Kleingruppen strukturiert und dann am gemeinsamen Termin vorgestellt
  • nach dem Prinzip des Kooperativen Designs entwickeln wir die drei Stunden des E-Teils

Aufgaben

Aufgabe

wer

bis wann

E strukturieren + Methoden

alle

22.04

B Ziel, Inhalte, Methode

Katharina, Maria

22.04

C Ziel, Inhalte, Methode

Robbe, Kay

22.04

D Ziel, Inhalte, Methode

Stefan, Martin

22.04

auch schon mal nach Materialien suchen

alle

22.04

Zeiteinteilung

  • A: 30 Minuten
  • B: 30 Minuten
  • C: 30 Minuten
  • D: 30 Minuten
  • E: 120 Minuten
  • Auswertung: 30 Minuten
  • insgesamt 270 Minuten

Modul B

Ziel

  • TN erzählen aus ihrem Erfahrungsbereich zu unterschiedlichen Lebenschancen. TM sehen was die TN wissen.

Inhalt

  • Es gibt in unserer Gesellschaft unterschiedliche Lebenschancen. Die TN kennen diese aus ihrem Alltag und Umfeld, aus den Medien, ihrer Familie... Als Einstieg in das Thema 'Soziale Ungleichheit' sammeln wir hier einige Beispiele der TN und wollen ihre Erklärungsansätze für die unterschiedlichen Lebenschancen erfahren.


  • aus'm ZIM:
  • WAS

- Welche unterschiedlichen Lebenschancen haben die Menschen? Wer kann was erreichen im Leben? (Einige können alles, andere nix)

  • WIE

- Wie äußern sich die verschiedenen Lebenschancen? (Beispiele) In welchen Bereichen kann man das sehen? (Arbeit, Familie, Freizeit, Einkauf, Urlaub, etc.)

  • WARUM

- Warum gibt es diese verschiedenen Lebenschancen? (Menschen sind doof, Staat ist doof, Unternehmen sind doof, biologisch, manche sind stärker als andere, Vorurteile, Klischees etc


Methodenidee

  • Ziel: unbewusst, das zum Ausdruck bringen, was sie wissen, (nicht durch erzählen, sondern durch zuordnen, quasi ihre Vorurteile, ihr Wissen abfragen, in dem sie bestimmte Personen bestimmte Lebenschancen zuordnen) Gefahr sehr pauschal zu sein und Menschen aus der Kasse persönlich anzugreifen (Migrantin wird als schwach, ungebildet, in billigjobs usw.eingeordnet...) wichtig zu vermitteln dass es hier nicht um den persönlichen Willen der Personen geht etwas zu tun oder zu unterlassen, sondern um die strukturellen Bedingungen, die Handeln ermöglichen
  • unterschiedliche Rollen werden verteilt, Personen, die auf Karten beschrieben werden und mit nem Bild gemalt sind
    • Vorteil virtuelle Personen: dauert nicht so lang die Schü_ zu finden, die Lust haben mitzumachen, zu personifizieren wird erschwert, gerade wenn die gemalten Personen alle cool aussehen,
    • gerade auch weil es noch so früh am Tag ist und wir uns noch nicht so gut kennen, ist ein reales Rollenspiel evtl. schwierig zu gestalten, alle sind noch etwas scheu, Schü_ in benachteiligten Rollen verlieren wir für den Tag, da sie sich schlecht fühlen, schlecht behandelt wurden...
  • also nehmen wir schicke Bilder (wer malt coole Comics?, mir fallen da Sandra und Tami aus unserem Kurs 'Fairer Handel' ein, die sich selber so cool gemalt haben )und einen kurzen Lebenslauf/Steckbrief (nicht sofort 'Gewinner und Verlierer darstellen') die wir in der Klasse austeilen, jede Gruppe bekommt eine 'Person'
    • Steckbrief: Name, Alter, Hobbies, Beruf der Eltern oder Wohnort(irgendwas was die soziale Herkunft aufzeigt), so was wie'n Berufswunsch oder Ziel im Leben, quasi was 'persönliches' der 'Person', n Spruch...
  • so, und jetzt könnten wir diese 'Personen' in unterschiedlichen Kategorien einordnen lassen
    • Kategorien: Bildungsmöglichkeiten, Berufschancen, Einkommen Wohnort, Freizeit, Gesundheitsversorgung, Konsumverhalten...dicht dran bei den Schü_ und vielleicht nicht nur hoch und niedrig, sondern auch kann sich frei auswählen, ist in den Wahl- und Gestaltungsmöglichkeiten des Lebens beschränkt oder nicht beschränkt (finanzielle Ressourcen als die Möglichkeit nutzen das Reich der Freiheit gegenüber dem Reich des Notwendigem auszudehnen)
  • erst mal jede Gruppe für sich ordnet ihre 'Person' ein und dann werden vor der Klasse die Lebensentwürfe vorgestellt und verglichen
    • in eine gemeinsame Grafik einordnen oder irgendwie gut sichtbar in Beziehung setzen
    • jede 'Person' braucht so was wie ein Symbol
  • dann müsste eigentlich ein Bild rauskommen, was sehr unterschiedliche Lebenschancen und Verwirklichungsspielräume zeigt
  • dazu zusammenfassende Worte sagen
  • hier wird ja erst mal nur gesammelt ob sie unterschiedliche Lebenschancen kennen, die Erklärung dafür nennen wir noch nicht, da sie ja im nächsten Abschnitt das Gesellschaftsmodell kennenlernen werden
  • knappe, prägnante Überleitung finden
  • dann im nächsten Teil kommt ja das Gesellschaftsmodell, also die strukturelle Einteilung der Gesellschaft, es können ja im Verlauf noch die 'Personen' in das Modell eingearbeitet werden
  • Auswertung/Darstellung
    • es muss eine Wertigkeit der unterschiedlichen Kategorien geben, Punkte von 1 bis 10,
    • jede Gruppe ordnet ihrer 'Person' Punkte in den jeweiligen KAtegorien zu und addiert diese zu einer Gesamtsumme
    • sind alle Gruppen damit fertig, repräsentiert jeweils eine TN die 'Person' und stellt sich in einen Strahl von 'hat viel Chancen im Leben, kann sich relativ frei entscheiden, große Auswahl an Entwicklungsmöglichkeiten' hohe Punktzahl...bis 'hat einen eingeschränkten Handlungsspielraum und ist in der freien Lebensgestaltung benachteiligt'niedrige Punktzahl
    • die TN stellt ihre 'Person' bevor sie sich zuordnet der Klasse vor
    • es gibt unterschiedliche Lebenschancen, die durch die Aufstellung im Raum repräsentiert wird
  • Darstellung/ Auswertung
    • aus den 5 Kategorien ergibt sich ein Gesamteindruck über die Lebenschancen der einzelnen 'Personen'
    • aus jeder Gruppe findet sich ein_e Freiwillige_r und repräsentiert die Person
    • auf dem Boden wird ein Strahl dargestellt, der in drei Abschnitte unterteilt ist

gute Lebensbedingungen

mittlere Lebensbedingungen

schlechte Lebensbedingungen

es gibt verschiedene Lebenswege und Möglichkeiten sich zu entwickeln, der Mensch lebt sicher und kann das Leben frei gestalten

  • schön wäre, noch was zu visuelles zu haben, wenn die Aufstellung vorbei ist

Kategorien

  • Ernährung
  • Bildungsmöglichkeiten
  • Einkommen
  • Gesundheitsversorgung
  • Freizeit/ Konsum

TODO

  • Personenbeschreibung, kurz, 5 unterschiedliche (junge?) Leute
    • Steckbrief: Name, Alter, Hobbies, Beruf der Eltern oder Wohnort(irgendwas was die soziale Herkunft aufzeigt), so was wie'n Berufswunsch oder Ziel im Leben, quasi was 'persönliches' der 'Person', n Spruch...
  • evtl. Bilder für Personen
  • Kategorien: die unterschiedliche Lebenschancen ausdrücken
    • Bildungsmöglichkeiten, Berufschancen, Einkommen, Wohnort, Freizeit, Gesundheitsversorgung, Konsumverhalten, Glücksgefühl, Sicherheit
    • welche Wertigkeit haben die unterschiedlichen Kategorien, also hohes Einkommen vs. niedriges Einkommen
  • wie werden die unterschiedlichen Lebenschancen vor der Klasse visualisiert?

Von HeuteEinleitung: "Unsere Gesellschaft besteht aus vielen verschiedenen Menschen. Und alle Menschen finden Bedingungen vor, die ihr Leben prägen. Einige ähneln sich und einige unterscheiden sich. Jetzt wollen wir euch mal verschiedene Menschen, die in unserer Gesellschaft leben könnten, vorstellen"

Erklärung: Die Klasse wird in fünf Gruppen eingeteilt und erhält jeweils einen Steckbrief mit der Kategorien-Tabelle. Sie haben dann 7 Minuten Zeit, sich alles gemeinsam durchzulesen und die Tabelle auszufüllen. Dann sind nacheinander die Gruppen dran, ihre Person und die vorgenommene Zuordnung vorzustellen. Dafür kommt jeweils ein Freiwilliger der Gruppe in die Mitte des Klassenraums, liest den Steckbrief vor und stellt sich in den Bereich, in dem sie glauben, wo die beschriebene Person am häufigsten vorkommt. So ergibt sich ein Gesamtbild der Lebensmöglichkeiten der einzelnen Personen.

Steckbriefe:

Zum Beispiel: "Mein Name ist Jessica. Ich komme aus Bayern und gehe in München auf ein Gymnasium. Nach dem Abitur möchte ich Zahnmedizin an der privaten Uni in Witten studieren. Da mein Vater Zahnarzt ist, konnte ich schon viel bei ihm lernen und merken, dass mir der Beruf auch Spaß machen würde. Meine Mutter war zu Hause und konnte mir bei allen Schwierigkeiten in der Schule immer sehr gut helfen, da sie viel Zeit für mich hatte. Zur Zeit gehe ich in die 11. Klasse, es fällt mir nicht schwer gute Noten zu bekommen. Meine Hobbies sind lesen und Akkordeon spielen. Manchmal haben wir auch richtig große Auftritte mit dem Chor. Außerdem spiele ich noch Volleyball im Schulkurs nachmittags. 'Ich glaube, was man erreichen möchte schafft man auch. Dafür muss man sich aber natürlich auch anstrengen.'"

  • "Ich bin Safira und bin 15 Jahre alt. Als ich 3 war sind meine Eltern mit mir aus der Türkei nach Berlin gezogen. Die Sprache habe ich sehr schnell gelernt und konnte dadurch in die normale Schule gehen. Mein Bruder hat es etwas schwerer - er ist schon 23 und spricht immer noch nicht richtig Deutsch, weil er wenig Kontakt zu deutschen Jugendlichen hat. Ich gehe auf die Hauptschule und komme da ganz gut zurecht. Meine Eltern haben beide immer wieder andere Jobs, die sehr anstrengend sind. Dadurch sehen wir uns manchmal lange nicht, weil immer jemand weg ist. Letztens musste mein Vater eine Woche mit einer Baufirma nach Süddeutschland. Leider hat er dafür aber immer noch kein Geld bekommen. Deshalb muss ich auch oft die alten Klamotten meines Bruders tragen, das nervt ganz schön. Aber ich verstehe auch, dass meine Eltern wenig Geld haben, davon müssen sie Essen und Miete bezahlen müssen. Ein richtiges Hobby habe ich nicht - dafür gehe ich gerne mit meiner Freundin durch die Stadt und schauen uns Läden an. Dann träumen wir davon, was wir uns alles mal kaufen werden. Denn nach der Schule möchte ich gerne eine Ausbildung machen, vielleicht Bürokauffrau oder Friseurin - dann verdiene ich mein eigenes Geld."

Kategorien: Bildungsmöglichkeiten (Schule, Abschluss, Uni, Ausbildung..): hoch/mittel/niedrig/frei wählbar/beschränkt wählbar (müsste wahrscheinlich noch erklärt werden, was genau das meint: z.B. hoch: dieser Mensch hat die Möglichkeit auf jede Schule und Uni zu gehen, die er sich wünscht

mittel: die Person kann sich zwar aussuchen welchen Abschluss, aber nur an öffentlichen Schulen, beim Studium staatliche mit geringen bis keinen Gebühren

  • niedrig: kann kaum selber entscheiden, auf welche Schule, kann nicht auf die Uni ... Bildungsmöglichkeit: hoch (frei wählbar) mittel (beschränkt wählbar) niedrig (nicht wählbar)

Einkommen: hoch (ab 2600€) mittel (ab 1500 bis 2600€) niedrig (unter 1500) unter der Armutsgrenze (900€)

Gesundheitsversorgung: gut (privat, alles in Anspruch nehmen können was man möchte und braucht) mittel (Krankenkassen gestützte Versorgung, Praxisgebühr, Medikamente) schlecht (Praxisgebühr ist kaum zahlbar, kaum Medikamente - nur das Mindeste; Gesundheitszustand schwer erhaltbar)

Ernährung: gut (alles leisten können, bio, gemüse, obst, teures Fleisch, vielfältiges Angebot nutzen können, Essen als Genuß (in der Gaststätte essen können) mittel (wird auf Kosten geachtet und ist dadurch nicht immer von guter Qualität, weniger Vielfalt, kaum außerhalb von zu Hause, eher auch mal Dosenessen, Fast Food) niedrig (einseitig und billig, oft von Aldi, Fertigessen, kein Genußessen, keine bewusste gesunde Ernährung)

Freizeit/Konsum: viele Möglichkeiten (kann viel Geld für Freizeit und Konsum ausgegeben werden: Urlaub, neueste technische Sachen, Theater, Kino, Eintrittsgelder, Monatsbeiträge, viele teure Klamotten) mittlere Möglichkeiten (kann sich nicht so viel leisten, ab und zu mal Kino, ab und zu mal Klamotten, aus finanziellen Gründen nur manchmal an offiziellen Kulturveranstaltungen teilnehmen) kaum Möglichkeiten (kein Geld für Freizeitaktivitäten, kein Konsum von Modeartikel, nicht mal ein Ticket für die Öffentlichen Verkehrsmittel um die Stadt zu fahren)

Lebenszufriedenheit-Glück empfinden: hoch (ist vollkommen zufrieden mit Lebenssituation, kann sich Wünsche erfüllen und Glück empfinden) mittel (manchmal zufrieden, aber viele Wünsche, die nicht erfüllt werden können) niedrig (unzufrieden, würde gerne mit anderen Menschen tauschen, denen es besser geht)

PtSozialeUngleichheit (last edited 2012-06-13 21:30:55 by anonymous)