Mischkulturen sind der "wilden" Natur am nähesten und verhindern die einseitige Belastung des Bodens. Die verschiedenen Pflanzenarten nehmen nicht nur unterschiedliche Nährstoffmengen aus dem Boden, sie geben ihm auch verschiedene Substanzen aus ihrem Stoffwechsel wieder zurück. Somit bleibt der Boden stets nährstoffreich. Zusätzlich gedeihen die Pflanzen üppiger und gesünder, wenn sie ihre wechselseitigen Einflüsse spüren (Allelopathie). Bestimmte Paare wirken sogar vorbeugend oder abwehrend gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Ein weiterer Vorteil ist natürlich der reichhaltige Ertrag, der weit über dem "Normalen" eines Monokulturbeets liegt. Das Angebot ist zeitlich gut verteilt und somit wird das ganze Jahr über etwas Essbares im Garten zu finden sein. Da die Pflanzengemeinschaft dicht zusammenwächst schattieren die Blätter den Boden und schützen seine Feuchtigkeit vor Verdunstung. Außerdem spart es Arbeit, da im Sommer weniger gegossen und "Unkraut" gezupft werden muss, weil immer eine dichte Pflanzendecke über dem Beet und eine Mulchschicht zwischen den Beeten vorhanden ist. Die Pflanzen sollten durchdacht ausgewählt werden, damit sie sich nicht bedrängen. Es sollte immer genügend Raum für Licht und Luft bleiben. Genauso wie die sich ergänzenden Pflanzenpaare gibt es auch solche, die sich "nicht riechen" können und eingehen würden, würde man sie zu dicht beeinander pflanzen. Aber diese Paare sind in ihrer Anzahl den anderen unterlegen. Die Empfehlung lautet deshalb: ein gut durchdachter Plan!

Zwischenfrüchte wie

reifen in Abständen immer wieder nach. Sie werden abgeerntet und die Hauptfrucht kann sich ausbreiten. Wo eine Pflanzenart abgeerntet wurde, wird entweder eine andere nachgesät oder die Lücke mit Gründüngung oder Mulch geschlossen.

Einige besonders ungünstige Kombinationen, die sich jedeR BiogärtnerIn merken sollte sind folgende:

Schlechte Nachbarn

Salat - Petersilie

Fenchel - Tomaten

Buschbohnen - Zwiebeln

Kohl - Zwiebeln

Tomaten - Erbsen

Erbsen - Bohnen

Kartoffeln - Sonnenblumen

Kartoffeln - Tomaten

Kohl - Senfsaat

Bei den guten Nachbarn gibt es unterschiedliche Beeinflussungen. Die einigen sorgen für einen würzigen und intensiven Geschmack ihres Nachbarn, die anderen währen erfolgreich Schädlinge ab. So schützt Schnittsellerie beispielsweise Kohlkulturen vor Erdflöhen und Raupen. Salbei, Thymian und Pfefferminze lenken den Kohlweißling vom Kohlbeet ab. Bohnenkraut hält die Schwarzen Läuse von den Buschbohnen ab. Kapunzinerkresse und Gartenkresse schützen Tomaten und Obstbäume gegen Blatt- und Blutläuse.

MischKulturen (last edited 2012-06-13 21:30:59 by anonymous)